Ein Freund fragt dich, was dein Unternehmen eigentlich macht. Du redest fünf Minuten lang. Am Ende schaut er dich immer noch fragend an. Genau dieses Problem lösen Erklärvideos: Sie verwandeln komplizierte Botschaften in klare, leicht verständliche Geschichten. Und das in weniger als zwei Minuten.
Ob neues Produkt, interne Software oder eine abstrakte Dienstleistung – ein gutes Erklärvideo schafft Verständnis, wo Worte allein scheitern. Dabei spielt es keine Rolle, ob du ein Start-up führst oder ein etabliertes Unternehmen leitest. Die Fähigkeit, Dinge einfach zu erklären, entscheidet heute über Erfolg und Misserfolg im Videomarketing.
In diesem Artikel erfährst du alles, was du als Einsteiger über Erklärvideos wissen musst. Du lernst, welche Formate es gibt, wie der Produktionsprozess aussieht und welche typischen Fehler du vermeiden solltest. Am Ende hast du einen klaren Fahrplan für dein erstes eigenes Erklärvideo.
Was genau ist ein Erklärvideo?
Ein Erklärvideo ist ein kurzer Film, der ein Thema einfach und verständlich aufbereitet. Stell dir einen freundlichen Lehrer vor, der dir ein schwieriges Thema an einer Tafel erklärt – nur eben als Video. Die meisten Erklärfilme dauern zwischen 60 und 180 Sekunden und folgen einer klaren Struktur.
Der Kern eines jeden Erklärvideos ist die Vereinfachung. Komplexe Prozesse, Produkte oder Ideen werden auf das Wesentliche reduziert. Dabei helfen visuelle Elemente wie Grafiken, Animationen oder reale Szenen, die das Gesagte unterstützen und greifbar machen.
Innerhalb der verschiedenen Videoformate und Videotypen nehmen Erklärvideos eine besondere Rolle ein. Sie verbinden Information mit Unterhaltung und funktionieren dadurch besonders gut im digitalen Raum. Anders als ein klassischer Werbespot steht nicht der Verkauf im Vordergrund, sondern das Verstehen. Genau das macht sie so wirkungsvoll für Unternehmen, die erklärungsbedürftige Angebote haben.
Das Wichtigste in Kürze:
- Ein Erklärvideo macht komplexe Themen in 60–180 Sekunden verständlich.
- Es kombiniert gesprochenen Text mit visuellen Elementen.
- Erklärvideos eignen sich für Marketing, Vertrieb, Schulung und Onboarding.
- Sie folgen einer klaren Problemlösung-Struktur.
- Die Kosten variieren stark – je nach Stil und Aufwand.
Warum funktionieren Erklärvideos so gut?
Unser Gehirn verarbeitet visuelle Informationen rund 60.000 Mal schneller als Text. Ein Erklärvideo nutzt diesen Vorteil gezielt aus. Es kombiniert gesprochene Sprache, Bilder und Bewegung zu einem einzigen, leicht konsumierbaren Format. Dadurch bleibt die Botschaft besser im Gedächtnis.
Denk an den Unterschied zwischen einer Bedienungsanleitung und einem kurzen Tutorial-Video. Das eine liest kaum jemand freiwillig. Das andere schaut man sich gerne an und versteht sofort, was zu tun ist. Genau diesen Effekt erzielst du mit einem Erklärvideo für dein Unternehmen.
Hinzu kommt der emotionale Faktor. Ein gut gemachter Erklärfilm erzählt eine Geschichte. Er zeigt ein Problem, das der Zuschauer kennt, und bietet eine Lösung an. Diese Struktur erzeugt Aufmerksamkeit und Vertrauen gleichzeitig. Weshalb Erklärvideos besonders gut auf Landingpages, in Verkaufspräsentationen und im Kundensupport funktionieren.
Die psychologische Wirkung im Detail
Menschen behalten nur etwa 10 Prozent von dem, was sie lesen. Aber rund 95 Prozent einer Videobotschaft bleiben hängen. Das liegt an der sogenannten dualen Codierung: Wenn dein Gehirn gleichzeitig Bild und Ton verarbeitet, speichert es die Information auf zwei verschiedenen Wegen. Die Erinnerung wird dadurch stabiler und langlebiger.
Ein weiterer Vorteil ist die Reduktion von Komplexität. In einem Erklärvideo kannst du abstrakte Zusammenhänge visualisieren, die sich mit Worten nur schwer beschreiben lassen. Stell dir vor, du möchtest erklären, wie eine Blockchain funktioniert. Ein animiertes Video mit beweglichen Blöcken und Ketten macht das Konzept sofort greifbar – ganz ohne technisches Vorwissen.
Welche Erklärvideo Stile gibt es?
Bevor du ein Erklärvideo produzierst, solltest du die verschiedenen Erklärvideo Stile kennen. Jeder Stil hat seine eigenen Stärken und passt zu unterschiedlichen Zielen, Budgets und Zielgruppen. Die Wahl des richtigen Stils beeinflusst maßgeblich, wie dein Video wirkt und wen es anspricht.
Animierte Erklärvideos
Animierte Erklärvideos gehören zu den beliebtesten Formaten überhaupt. Hier werden Grafiken, Illustrationen und Figuren am Computer erstellt und zum Leben erweckt. Der große Vorteil: Du bist völlig frei in der Gestaltung. Du kannst abstrakte Konzepte sichtbar machen, die in der realen Welt gar nicht filmbar wären.
Ein Beispiel: Wenn du erklären willst, wie Daten durch ein Netzwerk fließen, animierst du einfach bunte Punkte, die durch Leitungen wandern. Animierte Erklärvideos eignen sich besonders gut für B2B-Unternehmen, die erklärungsbedürftige Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Sie vermitteln Professionalität und Kreativität zugleich.
Typischerweise werden animierte Erklärvideos im Flat-Design oder in Isometrie gestaltet. Die Kosten liegen meist zwischen 3.000 und 15.000 Euro, abhängig von Länge und Detailgrad. Die Produktionszeit beträgt in der Regel vier bis acht Wochen.
Whiteboard Animation
Bei einer Whiteboard Animation entsteht die Zeichnung direkt vor deinen Augen. Eine Hand zeichnet auf einer weißen Fläche, während eine Stimme die Inhalte erklärt. Das wirkt, als würde dir jemand persönlich etwas an einem Whiteboard zeigen. Genau dieser Effekt macht Whiteboard Animation so einprägsam.
Die Stärke dieses Stils liegt in seiner Einfachheit. Der Zuschauer wird durch den Zeichenprozess in die Geschichte hineingezogen. Die visuelle Entstehung der Bilder erzeugt Spannung und hält die Aufmerksamkeit hoch. Whiteboard Animation eignet sich besonders für Schulungs- und Trainingsvideos, bei denen schrittweises Erklären wichtig ist.
Ein weiterer Pluspunkt: Der Produktionsaufwand ist oft geringer als bei komplexen 3D-Animationen. Dadurch kannst du dieses Format auch mit kleinerem Budget umsetzen. Allerdings bietet es weniger gestalterische Freiheit als vollständig animierte Formate.
Screencast Erklärvideos
Screencast Erklärvideos zeigen eine Bildschirmaufnahme, begleitet von einer Sprecherstimme. Dieses Format kennst du vielleicht von Software-Tutorials auf YouTube. Es ist besonders praktisch, wenn du eine App, ein Tool oder eine digitale Plattform erklären willst.
Der Vorteil von Screencast Erklärvideos liegt auf der Hand: Du zeigst exakt das, was der Nutzer später selbst auf seinem Bildschirm sehen wird. Es gibt keine Abstraktionsebene, keine Interpretationsspielräume. Der Zuschauer sieht jeden Klick und kann ihn sofort nachmachen.
Screencasts lassen sich vergleichsweise schnell und kostengünstig produzieren. Sie eignen sich hervorragend für Onboarding-Prozesse, Produktdemos und interne Schulungen. Allerdings sind sie visuell weniger ansprechend als animierte Formate. Weshalb man sie häufig mit Grafikeinblendungen oder animierten Übergängen aufwertet.
Realfilm Erklärvideos
Realfilm Erklärvideos werden mit echten Kameras gedreht und zeigen reale Personen, Orte und Gegenstände. Sie vermitteln Authentizität und Glaubwürdigkeit wie kein anderes Format. Wenn du Menschen in deinem Unternehmen zeigen oder ein physisches Produkt in Aktion präsentieren willst, ist Realfilm die richtige Wahl.
Stell dir vor, du willst erklären, wie eine neue Kaffeemaschine funktioniert. Ein Realfilm zeigt echte Hände, die den Kaffee zubereiten, echten Dampf und ein echtes Ergebnis. Diese Sinneseindrücke erzeugen Vertrauen und ein Gefühl von Nahbarkeit. Realfilm Erklärvideos funktionieren deshalb besonders gut in der Gastronomie, im Handwerk und bei physischen Produkten.
Die Produktionskosten für Realfilm sind in der Regel höher als bei Animation. Du brauchst Drehort, Beleuchtung, Tontechnik und gegebenenfalls Darsteller. Dafür wirken die Ergebnisse oft besonders hochwertig und persönlich. Viele Unternehmen kombinieren Realfilm-Aufnahmen mit animierten Grafiken, um das Beste aus beiden Welten zu vereinen.
Erklärvideo Stile im Überblick – wann passt welcher?
- Animierte Erklärvideos: Ideal für abstrakte oder technische Themen.
- Whiteboard Animation: Perfekt für Schulungen und schrittweise Erklärungen.
- Screencast Erklärvideos: Erste Wahl für Software- und Tool-Erklärungen.
- Realfilm Erklärvideos: Am besten für Authentizität und physische Produkte.
Wo werden Erklärvideos eingesetzt?
Die Einsatzgebiete von Erklärvideos sind vielfältig. Sie funktionieren überall dort, wo Verständnis geschaffen werden muss. Das kann auf deiner Website sein, in einer Verkaufspräsentation oder als Teil einer E-Mail-Kampagne. Die folgende Übersicht zeigt dir die wichtigsten Bereiche.
Marketing und Vertrieb
Auf Landingpages steigern Erklärvideos die Conversion-Rate – also die Quote der Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen – um bis zu 80 Prozent. Das liegt daran, dass Besucher das Angebot schneller verstehen und schneller eine Entscheidung treffen. Ein kurzer Film auf deiner Startseite kann mehr bewirken als drei Seiten Text.
Im Vertrieb sparen Erklärfilme wertvolle Zeit. Anstatt in jedem Kundengespräch dieselben Grundlagen zu erklären, schickst du vorab ein Video. Der Kunde kommt bereits informiert ins Gespräch. Dadurch kannst du dich auf die individuellen Fragen konzentrieren. Viele Unternehmen nutzen Erklärvideos auch auf Messen, um am Stand schnell Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Onboarding und Schulung
Neue Mitarbeiter einarbeiten, eine neue Software einführen oder interne Prozesse erklären – all das gelingt mit Erklärvideos deutlich effizienter. Die Mitarbeiter können das Video in ihrem eigenen Tempo ansehen und bei Bedarf zurückspulen. Das spart Schulungskosten und sorgt dafür, dass alle denselben Wissensstand haben.
Besonders Screencast-Formate eignen sich hier hervorragend. Sie zeigen exakt die Schritte, die ein neuer Kollege später selbst durchführen muss. Ergänzt durch eine freundliche Sprecherstimme wird aus einer trockenen Anleitung ein angenehmes Lernerlebnis.
Kundensupport
Dein Kundenservice beantwortet täglich die gleichen Fragen? Dann überleg dir, ob ein Erklärvideo diese Aufgabe übernehmen kann. Häufig gestellte Fragen lassen sich in kurzen Videos beantworten und auf deiner Website oder in einem FAQ-Bereich einbinden. Das entlastet dein Team und verbessert gleichzeitig die Kundenzufriedenheit.
| Einsatzbereich | Typische Ziele | Empfohlene Länge |
|---|---|---|
| Website / Landingpage | Conversion steigern, Verständnis schaffen | 60–90 Sekunden |
| Social Media | Reichweite, Engagement, Markenbekanntheit | 30–60 Sekunden |
| Vertrieb / Messe | Produkt erklären, Gespräch vorbereiten | 90–120 Sekunden |
| Onboarding / Schulung | Wissen vermitteln, Prozesse erklären | 120–180 Sekunden |
| Kundensupport / FAQ | Supportanfragen reduzieren | 60–90 Sekunden |
Wie entsteht ein Erklärvideo? Der Produktionsprozess Schritt für Schritt
Viele stellen sich die Produktion eines Erklärvideos komplizierter vor, als sie tatsächlich ist. Im Kern folgt jeder Erklärfilm einem bewährten Ablauf. Die folgenden Schritte zeigen dir, wie aus einer Idee ein fertiges Video wird.
Schritt 1: Briefing und Zielsetzung
Am Anfang steht die Frage: Was genau soll das Video erreichen? Willst du ein Produkt erklären, einen Prozess zeigen oder Vertrauen aufbauen? Je klarer du dein Ziel definierst, desto besser wird das Ergebnis. In einem Briefing hältst du fest, wer die Zielgruppe ist, welche Botschaft im Zentrum steht und wo das Video eingesetzt werden soll.
Ein gutes Briefing spart später viel Zeit und Geld. Es verhindert Missverständnisse und gibt allen Beteiligten eine klare Orientierung. Professionelle Filmproduktionsagenturen führen dich durch diesen Prozess und stellen die richtigen Fragen.
Schritt 2: Erklärvideo Skript schreiben
Das Erklärvideo Skript schreiben ist der wichtigste Schritt im gesamten Prozess. Ein Skript ist das Drehbuch deines Videos – es legt fest, was gesagt und gezeigt wird. Ohne ein durchdachtes Skript wird selbst die schönste Animation wirkungslos bleiben.
Die bewährte Struktur für ein Erklärvideo-Skript folgt dem Problem-Lösung-Prinzip. Zuerst beschreibst du ein Problem, das deine Zielgruppe kennt. Dann stellst du deine Lösung vor. Anschließend erklärst du, wie die Lösung funktioniert. Zum Schluss kommt ein klarer Handlungsaufruf – auch „Call to Action“ genannt.
Beim Erklärvideo Skript schreiben gilt eine Faustregel: Pro Minute Video brauchst du etwa 130 bis 150 gesprochene Wörter. Ein 90-Sekunden-Video hat also ein Skript von rund 200 Wörtern. Klingt wenig? Genau das ist die Kunst. Jeder Satz muss sitzen. Jedes Wort muss einen Zweck erfüllen. Streich alles, was nicht direkt zur Botschaft beiträgt.
- Eröffnung: Zeige das Problem in 10–15 Sekunden.
- Überleitung: Stelle die Lösung in einem Satz vor.
- Erklärung: Zeige 2–4 Vorteile oder Funktionen.
- Abschluss: Formuliere einen klaren Handlungsaufruf.
Schritt 3: Storyboard und Konzept
Das Storyboard ist die visuelle Übersetzung deines Skripts. Es besteht aus einzelnen Bildern – ähnlich wie ein Comic – die zeigen, was in jeder Szene passiert. So bekommst du schon vor der Produktion einen Eindruck vom fertigen Video. Änderungen lassen sich in dieser Phase noch einfach und kostengünstig umsetzen.
Je nach gewähltem Stil sieht das Storyboard unterschiedlich aus. Für animierte Formate enthält es skizzenhafte Illustrationen. Bei Realfilm-Produktionen zeigt es Kameraeinstellungen und Szenenabfolgen. In jedem Fall dient es als verbindlicher Fahrplan für die Produktion.
Schritt 4: Produktion
Jetzt wird es kreativ. Bei Animationen beginnt ein Illustrator oder Motion Designer mit der Gestaltung der Grafiken. Anschließend werden diese animiert, also in Bewegung versetzt. Bei Realfilm finden Dreharbeiten statt, inklusive Beleuchtung, Tonaufnahme und Kameraführung.
Parallel dazu wird in der Regel der Sprechertext aufgenommen. Ein professioneller Sprecher verleiht deinem Video die richtige Stimme und Tonalität. Musik und Soundeffekte kommen anschließend in der Postproduktion hinzu. Diese Elemente verstärken die Wirkung des Videos erheblich.
Schritt 5: Feedback und Finalisierung
Nach der ersten Version erhältst du das Video zur Prüfung. Jetzt ist der Moment für Feedback. Passt die Geschwindigkeit? Sind die Farben stimmig? Transportiert das Video die gewünschte Botschaft? Professionelle Produktionen beinhalten zwei bis drei Korrekturschleifen, damit das Ergebnis genau deinen Vorstellungen entspricht.
Was kostet ein Erklärvideo?
Die Frage nach den Kosten ist verständlicherweise eine der ersten, die aufkommt. Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab: dem gewählten Stil, der Länge, dem Detailgrad und der Erfahrung der Produktionsfirma. Hier eine realistische Orientierung.
| Format | Preisspanne (ca.) | Produktionszeit |
|---|---|---|
| Einfache Animation / Whiteboard | 2.500 – 7.000 € | 3–5 Wochen |
| Hochwertige 2D-Animation | 5.000 – 15.000 € | 4–8 Wochen |
| 3D-Animation | 10.000 – 30.000 € | 6–12 Wochen |
| Realfilm-Produktion | 5.000 – 25.000 € | 4–8 Wochen |
| Screencast mit Grafikeinblendungen | 1.500 – 5.000 € | 2–4 Wochen |
Wichtig zu verstehen: Ein Erklärvideo ist kein Kostenpunkt, sondern eine Investition. Ein gut gemachtes Video arbeitet rund um die Uhr für dich – auf deiner Website, in Social Media, im Vertrieb. Die Kosten verteilen sich dadurch über Monate und Jahre der Nutzung. Im Vergleich zu wiederholten Live-Präsentationen oder umfangreichen Textbroschüren ist ein Erklärvideo oft die effizientere Lösung.
Woran du Qualität erkennst: An einem sorgfältigen Briefing-Prozess, einem individuellen Storyboard und transparenter Kommunikation. Billige Massenproduktionen liefern oft generische Ergebnisse, die dein Unternehmen nicht von der Konkurrenz abheben. Ein individuell produziertes Video hingegen passt exakt zu deiner Marke, deiner Zielgruppe und deinen Zielen.
Wie Erklärvideos in die Vielfalt der Videoformate und Videotypen passen
Erklärvideos sind nur einer von vielen Videoformate und Videotypen, die Unternehmen heute nutzen. Neben Erklärfilmen gibt es Imagefilme, Produktvideos, Testimonials und viele weitere Formate. Jedes dieser Formate hat seinen eigenen Zweck und seine eigene Stärke innerhalb der Unternehmenskommunikation.
Der entscheidende Unterschied: Während ein Imagefilm vor allem Emotionen wecken und das Markenbild stärken soll, geht es beim Erklärvideo um Verständnis. Ein Produktvideo zeigt ein konkretes Produkt in Aktion, ein Erklärvideo hingegen macht den Nutzen hinter dem Produkt greifbar. Beide Formate ergänzen sich hervorragend.
Für eine wirkungsvolle Videomarketing-Strategie kombinierst du idealerweise verschiedene Formate. Das Erklärvideo holt potenzielle Kunden ab, indem es Verständnis schafft. Das Testimonial-Video baut Vertrauen auf. Und der Imagefilm verankert deine Marke emotional. So entsteht ein ganzheitliches Bild, das Interessenten entlang der gesamten Customer Journey begleitet.
Häufige Fehler bei Erklärvideos – und wie du sie vermeidest
Auch beim Erklärvideo gibt es typische Stolperfallen. Gerade Anfänger tappen häufig in dieselben Fallen. Die folgenden Punkte helfen dir, die größten Fehler von Anfang an zu umgehen.
- Zu viel Inhalt: Versuch nicht, alles in ein einziges Video zu packen. Konzentrier dich auf eine zentrale Botschaft.
- Kein klares Ziel: Ohne definiertes Ziel fehlt dem Video die Richtung. Leg vorher fest, was du erreichen willst.
- Zu lang: Die ideale Länge liegt bei 60 bis 120 Sekunden. Danach sinkt die Aufmerksamkeit drastisch ab.
- Falscher Stil: Wähl den Stil passend zur Zielgruppe und zum Thema, nicht nach persönlichem Geschmack.
- Schwaches Skript: Das Skript ist das Fundament. Investier hier genug Zeit und Sorgfalt.
- Fehlender Handlungsaufruf: Sag dem Zuschauer am Ende klar, was er als Nächstes tun soll.
- Kein Plan für die Verbreitung: Das beste Video nützt nichts, wenn es niemand sieht. Plane die Distribution von Anfang an mit.
Ein besonders häufiger Fehler ist die Verwechslung von Erklären und Überfordern. Dein Video sollte ein einzelnes Thema verständlich machen – nicht fünf Themen oberflächlich anreißen. Weniger ist hier tatsächlich mehr. Wenn du mehrere Themen erklären willst, produziere lieber mehrere kurze Videos als ein langes.
Deine Checkliste für ein gelungenes Erklärvideo
Du hast jetzt einen umfassenden Überblick über Erklärvideos gewonnen. Damit du beim Einstieg nichts vergisst, hier eine praktische Checkliste für dein erstes Projekt.
- Definiere ein klares Ziel: Was soll das Video bewirken?
- Beschreibe deine Zielgruppe: Wen willst du erreichen?
- Wähle den passenden Stil: Animation, Whiteboard, Screencast oder Realfilm?
- Schreibe ein fokussiertes Skript mit Problem-Lösung-Struktur.
- Erstelle ein Storyboard, um das Video vor der Produktion zu visualisieren.
- Beauftrage einen professionellen Sprecher für die Vertonung.
- Plane mindestens zwei Korrekturschleifen ein.
- Definiere Verbreitungskanäle: Website, Social Media, E-Mail, Vertrieb.
- Miss den Erfolg: Klicks, Verweildauer, Conversion Rate.
Diese Checkliste deckt den gesamten Prozess ab – vom ersten Gedanken bis zur messbaren Wirkung. Du musst nicht alles alleine machen. Professionelle Videoproduktionsagenturen begleiten dich durch jeden einzelnen Schritt und bringen Erfahrung aus hunderten Projekten mit.
Häufig gestellte Fragen rund um Erklärvideos
Wie lang sollte ein Erklärvideo sein?
Die ideale Länge liegt zwischen 60 und 120 Sekunden. In dieser Zeitspanne kannst du eine klare Botschaft vermitteln, ohne die Aufmerksamkeit deiner Zuschauer zu verlieren. Für komplexere Themen wie Software-Tutorials darf ein Video auch bis zu drei Minuten dauern. Grundsätzlich gilt: So kurz wie möglich, so lang wie nötig.
Welcher Erklärvideo-Stil passt am besten zu meinem Unternehmen?
Das hängt von deinem Thema, deiner Zielgruppe und deinem Budget ab. Für abstrakte oder technische Themen eignen sich animierte Formate besonders gut. Wenn Authentizität im Vordergrund steht, ist Realfilm die bessere Wahl. Für Software-Erklärungen sind Screencast-Formate ideal. Eine erfahrene Produktionsfirma berät dich bei der Stilwahl.
Kann ich ein Erklärvideo selbst erstellen?
Grundsätzlich ja – es gibt verschiedene Online-Tools für einfache Animationen. Allerdings erreichen selbst erstellte Videos selten die Qualität einer professionellen Produktion. Für den geschäftlichen Einsatz empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Agentur. Die Investition zahlt sich durch deutlich bessere Ergebnisse aus.
Wo setze ich ein Erklärvideo am wirkungsvollsten ein?
Auf deiner Website – idealerweise auf der Startseite oder einer Landingpage – entfalten Erklärvideos die größte Wirkung. Ergänzend eignen sie sich hervorragend für Social-Media-Kanäle, E-Mail-Kampagnen und Vertriebspräsentationen. Je mehr Berührungspunkte du schaffst, desto stärker wirkt dein Video.
Zusammenfassung: Die fünf wichtigsten Punkte
Du hast jetzt einen vollständigen Überblick über Erklärvideos – von den Grundlagen über die verschiedenen Stile bis hin zum Produktionsprozess. Hier sind die fünf zentralen Erkenntnisse, die du mitnehmen solltest.
- Erklärvideos vereinfachen komplexe Themen und machen sie in 60–180 Sekunden verständlich. Sie kombinieren Text, Bild und Ton zu einem einprägsamen Format.
- Die Stilwahl beeinflusst die Wirkung maßgeblich. Ob animierte Formate, Whiteboard, Screencast oder Realfilm – jeder Stil hat seine Stärken und passt zu unterschiedlichen Zielen.
- Das Skript ist das Herzstück. Ein fokussiertes, gut geschriebenes Skript mit klarer Problem-Lösung-Struktur entscheidet über den Erfolg deines Videos.
- Erklärvideos sind eine Investition, kein Kostenpunkt. Sie arbeiten dauerhaft für dich und amortisieren sich über Monate und Jahre hinweg.
- Distribution ist genauso wichtig wie Produktion. Plane von Anfang an, wo und wie du dein Video verbreiten willst.
Deine nächsten Schritte
Wenn du jetzt Lust bekommen hast, dein eigenes Erklärvideo zu realisieren, starte mit einer einfachen Frage: Was ist die eine Sache, die deine Kunden unbedingt verstehen müssen? Formuliere die Antwort in drei Sätzen. Das ist der Kern deines künftigen Videos.
Im nächsten Schritt wählst du den passenden Stil aus. Orientier dich an deiner Zielgruppe und deinem Thema. Dann suchst du dir eine erfahrene Videoproduktion, die dich vom Briefing bis zur Fertigstellung begleitet. Engine Visuals etwa verbindet Film mit Performance-Marketing und sorgt dafür, dass dein Video nicht nur gut aussieht, sondern auch messbare Ergebnisse liefert.
Wenn du tiefer in die Materie einsteigen willst, lohnt sich ein Blick auf die einzelnen Stilrichtungen, die Grundlagen des Video-Storytellings und die Feinheiten der Video-Distribution. Denn ein Erklärvideo ist erst der Anfang einer umfassenden Videostrategie, die dein Unternehmen langfristig voranbringt.